Lefteris Kokkolios, weithin bekannt als Leko, ist ein vielseitiger Straßenkünstler aus Ptolemaida und aktives Mitglied des Kollektivs 3MK. Er begann seine künstlerische Laufbahn 2004 mit Graffiti und studierte später an der Fakultät für Architektur der Aristoteles-Universität Thessaloniki. In seinen Werken verbindet er urbane Ästhetik mit fundierten künstlerischen und gestalterischen Grundlagen. Seine frühen Werke sind stark von der grafischen Kunst und der Straßenkultur geprägt: kräftige schwarze Konturen, Farbtupfer, monochrome Kompositionen, Schriftzüge und Themen, die vom zeitgenössischen Leben inspiriert sind. Im Laufe der Zeit beschränkte sich Leko nicht mehr auf Wände; er wagte den mutigen Schritt in die Bereiche Textildesign, Mode und Tattoo-Kunst und erweiterte sein kreatives Terrain um neue Ausdrucksmedien. Sein Stil entwickelt sich ständig weiter und bezieht Einflüsse aus Architektur, Illustration und Druckgrafik mit ein. Die Verschmelzung moderner und traditioneller Elemente zeigt sich in jedem Werk: farben- und symbolreiche Kompositionen, die stets von seiner unverwechselbaren künstlerischen Identität geprägt sind.

Inspiration überall
Auf die Frage nach seiner Inspirationsquelle antwortet Leko: „Inspiration findet man überall. Ich lasse mich vor allem von Elementen der Natur, dem Alltag, alten Türöffnungen und Häusern im Stil früherer Zeiten inspirieren – sogar von den Wänden selbst und ihrer Umgebung, besonders wenn es um verlassene Fabriken und Industriegelände geht.“ Diese Sensibilität für die Schönheit und Geschichte, die scheinbar „nutzlose“ oder vergessene Fragmente der Stadtlandschaft in sich tragen, spiegelt sich deutlich in seinen Werken wider.
Farbpalette
Obwohl er nicht behauptet, eine Lieblingsfarbe zu haben, verrät er, dass er sich in letzter Zeit – fast unbewusst – zu Rosa-, Orange- und Grüntönen hingezogen fühlt. Eine Farbpalette, die seinen Kreationen Licht und Energie verleiht, ohne dabei ihre rohe Street-Ästhetik zu verlieren.
Der Klang der Schöpfung
Für Leko ist Musik ein wesentlicher Bestandteil des kreativen Prozesses. Meistens hört er dabei Nu Metal und Rap aus den späten 90ern und frühen 2000ern: „Limp Bizkit, Korn, Cypress Hill, House of Pain, Slim Shady, Tigre Sporakia, Rodes … Ich glaube, dass die Musik, die wir kurz vor und während unserer Teenagerzeit gehört haben, unseren späteren Musikgeschmack prägt – und oft auch unseren Lebensweg.“ Diese emotionale Verbindung zu den Klängen seiner Jugend verleiht seinem Werk Intensität und Rhythmus.



Kino und Ästhetik
Wenn das Gespräch auf das Kino kommt, spricht Leko voller Begeisterung über drei seiner Lieblingsregisseure: Quentin Tarantino, Martin Scorsese und Guy Ritchie. „Lieblingsfilme? Zwei von Guy Ritchie – ‚Snatch‘ und ‚Lock, Stock and Two Smoking Barrels‘. Diese Regisseure haben viele Gemeinsamkeiten, aber ihre Ästhetik ist völlig unterschiedlich. Sie haben es geschafft, Musik so in ihre Filme zu integrieren, dass man oft das Gefühl hat, das Musikvideo zu dem Song zu sehen, nicht den Film, in dem er vorkommt.“ Die filmische Perspektive, die dynamische Erzählweise und die musikalische Atmosphäre, die diese Filme auszeichnen, scheinen sich durch sein eigenes Werk zu ziehen – sei es an der Wand oder auf Papier.

Leko entwickelt sich ständig weiter und experimentiert, stets geleitet von Ästhetik, Authentizität und dem Bedürfnis nach kreativem Ausdruck. Von Ptolemaida bis zu den Mauern von Thessaloniki – und darüber hinaus – bleibt seine Kunst niemals unbemerkt.
Du kannst ihm auf Instagram folgen, um mehr von seinen Arbeiten zu sehen.
